BIS: Statement zu Cryptos

Die „Mutter aller Banken“ hat ein Statement zu Cryptos herausgegeben. Ich möchte das ein wenig kommentieren.

While crypto-assets are at times referred to as „crypto-currencies“, the Committee is of the view that such assets do not reliably provide the standard functions of money and are unsafe to rely on as a medium of exchange or store of value. Crypto-assets are not legal tender, and are not backed by any government or public authority (…)

BIS

Zuallererst wird einmal NICHT definiert was die BIS unter einer Währung versteht, sondern einfach nur behauptet dass ALLE Cryptowährungen (unzulässige Verallgemeinerung) keine sind weil sie a) nicht in der Lage seien die Funktion einer Währung verlässlich wahrzunehmen (welche nicht näher definiert wird) und b) kein legales Zahlungsmittel seien weil nicht durch Staaten besichert bzw. „hinterlegt“.

Den Rest braucht man eigentlich nicht mehr zu lesen, wenn man grad zu Beginn derart massiv Sand in die Augen gestreut bekommt bzw. für dumm verkauft werden soll.

Was die Eigenschaften von Geld angeht kann ich der BIS aushelfen, Geld sollte:

  1. Dauerhaft sein
  2. Beweglich sein
  3. Teilbar sein
  4. Qualitativ gleich sein
  5. Rar sein
  6. Allgemein akzeptiert werden
  7. Als Wertspeicher dienen können.

Es stimmt, Papiergeld schlägt Bitcoin in einigen Punkten. Dass FIAT Geld durch einen Staat besichert sein soll und wie das jeweils immer und ohne Ausnahme historisch ausgeht, da frage man die vielen Herrscher welche auf den nun wertlosen Geldscheinen aufgedruckt sind. Die besichern ja angeblich den Wert des Geldes und nicht derart nebensächliche Dinge wie etwa „Arbeitsleistung“ o.ä.
Derzeit besichern also die aufgedruckten Sterne der EU inkl. nicht real vorhandener Phantasiebauwerke den Wert von deren Papierlappen. Aber die will man ja aus dem Verkehr ziehen…
Es bleibt als Argument nur noch die „hohe Volatilität“ von Bitcoin welche die BIS im weiteren Verlauf ihres Statements angibt. Das stimmt, allerdings ist die Volatilität langfristig ZUGUNSTEN von Bitcoin. Wer im Januar 2017 ein Bitcoin gekauft hat, der hat noch einen Gegenwert von 1/5 in FIAT. Und wer dasselbe Bitcoin im Jahr 2010 gekauft hat, der hat einen Gewinn von, na sagen wir mal: ich will mit den Nullen nicht durcheinanderkommen, es waren damals ein paar Rappen für jetzt 4000$ BTC. Klar kann der Kurs noch fallen, aber wie oft war Bitcoin schon tot seit 2010?

Fakt ist jedenfalls, Bitcoin schlägt als Wertspeicher über die Zeit jegliches FIATGeld um Längen und wenn Sie jemand sind der an das „Projekt EU“, also an Paneuropa oder GROSSEUROPA ganz ganz fest glaubt, dann empfehle ich auf keinen Fall auf Bitcoin zu setzen, sondern soviele unbegrenzt verfügbare Währungseinheiten des ALTERNATIVLOSEN UND EWIGWÄHRÈNDEN SUPERSTAATES zu kaufen, besichert durch die Sterne aufgedruckt auf den Geldscheinen. Ach stimmt ja, die sollen ja abgeschafft werden weil die kann man sich unter das Kopfkissen legen, ausserhalb des direkten Zugriffs des wertbesichernden Staates.

Für alle anderen, die wissen dass eine funktionierende Cryptographie stets 1+1=2 ergibt und ein Hardcap keine Erweiterung der Währungsmenge ermöglicht empfehle ich folgendes: „Long Bitcoin, Short the Banks“.

Solange das noch geht, bzw. solange Sie für Ihre prinzipiell unendlich verfügbaren Euros etc. noch strikt begrenzt verfügbare Bitcoin bekommen. Die letztendlich gültige Frage ist nur die nach der allgemeinen Akzeptanz.

Ist dies ein mögliches Phantombild aus den Alchemistenlaboren der „Hüter des Geldes“, oder doch eher ein Fingerzeig auf die Unbrennbarkeit von Bitcoin und anderen Cryptos?

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